Interview mit Frau Lutz zum Klimaschutz und Fridays for Future

Veröffentlicht von

Dann auch noch die Frage nach der Handyabgabe Aktion, ob es die immer noch gibt. Es gab ja mal die Aktion „kleiner grüner Sammeldrache“, bei der man sein altes Handy abgeben konnte.

Das hatten wir mal, das hat aber nicht so richtig funktioniert, offensichtlich. Das könnte man aber gerne wieder pflegen. Das haben wir gemacht, ich weiß gar nicht, wie oft. Das war so ein bisschen erfolglos, irgendwie.

2017 war dar das Spohn auf Platz 19 bundesweit! Also relativ gut dabei! Also 2760, glaube ich. Steht sogar auf der Spohn Website!

Also da habe ich nichts dagegen, warum das damals irgendwie nicht funktioniert hat. Ich glaube die Leute haben auch nicht mehr so viele Handy zum abgeben. (lacht) Ich weiß es nicht. Ich weiß auch nicht, wie lange wir das gemacht haben. Also seit wann es das nicht mehr gibt. Vielleicht seit zwei Jahren?

Seit der Renovierung, so weit ich weiß. Also grob gesagt

Ok, aber nicht weil wir es nicht wollen, sondern weil es nicht funktioniert hat. Wenn man dann da sitzt und am Handy, das ist alles ganz…

So jetzt eine ganz schöne Frage: Welchen Stellenwert hat das Thema Umweltschutz an der Schule. Von 0 – 10? Grundsätzlich von der Schule und auch von Ihnen persönlich.

Also wir überlegen schon auch, ob wir da irgendwann mal Sachen einsparen können, z.B. bei Kopien. Wo man sich schon fragt, muss das jetzt echt in dieser Menge sein. Oder kann man vielleicht weniger Papier benutzen. Irgendwie doppelseitig bedruckt oder so.

Pausenglocke klingelt

Das ist jetzt aber nicht unsere wichtigste Aufgabe Umweltschutz zu betreiben. Wir sind eine Schule. Das heißt aber nicht, dass das Thema dann weg ist, sondern allgemein oben in unserem Erziehungs- und Bildungsauftrag. Das ist verknüpft. Ich bin aber nicht Greenpeace

Der Müll auf dem Pausenhof. Wie machen sie das da mit Mülltrennung, oder auch im Klassenzimmer?

Da haben wir leider auch schon schlechte Erfahrungen gemacht. Dass wir Müll trennen. Gerade für die neu renovierten Klassenzimmer haben wir extra Holzkisten für das Papier gekauft. Und wenn ich dann sehe, dass am Abend von den Reinigungsfirmen alles in einen Sack geworfen wird, dann stellt sich mir durchaus auch die Frage, was wir hier eigtl. Machen. Wenn wir immer schön trennen, aber dann hinterher alles zusammenkommt ist das ja wieder hinfällig. Und gerade bei den neuen Klassenzimmern dachten wir: Ok, jetzt müssen schon ein bisschen genauer darauf achten, dass auch der Müll getrennt wird. Wobei Müll ja sowieso, da haben wir ja schon einmal drüber gesprochen Jan, ein Thema ist, und da kann einfach nur immer wieder appellieren auch an die Schüler vielleicht mal doch damit ein wenig sorgsamer umzugehen, ja weil nämlich, ich sag mal so

Pausenglocke klingelt ein zweites Mal

Jetzt noch zum Thema Getränkeautomaten und diese Plastikbecher. Gerade dieser Automat da. Wollen sie da was ändern, z.B. Mehrwegbecher verkaufen, die man dann da einsetzen kann?

Da haben wir mit der SMV auch drüber gesprochen, die SMV ist eigtl. Auch und das würde ich jetzt auch unterstützen. Die SMV verkauft jetzt glaube ich auch Kaffee. Ich weiß jetzt gar nicht, ob das funktioniert, das müssen wir mal gucken. In diesen Mehrwegbechern, also dass ich mit meiner Tasse dahin kommen kann und Kaffee kaufen kann. So etwas finde eigtl. Sinvoller.

Wir dachten da eher an einen Automaten. Da gibt es ja auch Kakao und so. Wollen Sie so etwas anbieten, das machen ja jetzt schon die ganzen Bäckereien!

Der Automat war sehr auf Initiative des AEG. Ich weiß von ein paar Schülern, dass die gar nicht so erpicht sind auf diesen Automaten. Und ich sag mal so: Wenn die Schüler den nicht wollen, oder brauchen dann machen wir da nichts. Also ich brauche ich nicht! Wir haben ja auch z.B. einen Wasserspender, da können die mit ihren Flaschen hingehen. Also eigtl. Langt Wasser ja zum Trinken. Man braucht ja keine Cola, oder so was.

Ich meinte eigtl. Ja auch eher den Kaffeeautomaten

So, wie wird das jetzt gelöst haben, finde ich es eigtl. Besser, als so einen Automaten.

Und abschließend noch das Problem der zu wenigen Fahrradständer an der Schule. Schüler sollten ja im Sommer statt mit dem Auto lieber mit dem Fahrrad kommen, jetzt sind aber die Fahrradständer rar.

Auch das Thema ist in Arbeit. Auch die SMVen haben da ja diverse Vorstöße gemacht, bei der Stadt.Das Thema kommt pausenlos auf den Tisch, weil wir sagen: Wir brauchen mehr Fahrradständer. Wie die Stadt das lösen will, weiß ich jetzt ehrlich gesagt nicht, weil das ist ja eigtl. Eine Aufgabe der Stadt sich darum zu kümmern, dass die Schüler genügend Fahrradständer haben, wo die sind, weil der Schulträger, das ist in unserem Fall die Stadt, müsste dafür sorgen, dass das Schulgelände abgesichert ist, also eine sicheres Gelände ist, dass niemand sich irgendwo verletzten kann, drüber fällt usw. Und dazu gehören Fahrradständer halt auch, damit die Fahrräder nicht was weiß ich wo stehen. Die Fahrräder sind schon gezählt worden, es gibt Vorschläge, die der Stadt unterbreitet wurden. Wir warten jetzt im Prinzip auf eine Reaktion der Stadt, dass die uns sagt: So machen wir’s, oder so könnten wir es machen. Das Problem wird sein, das ist zumindest meine Befürchtung, dass es zu Lasten von Parkplätzen wird. Dann haben wir das nächste Problem, dass wir eh schon zu wenig Parkplätze haben. Wir teilen uns ja die Parkplätze, die es gibt, die sind aufgeteilt für die Lehrkräfte aller drei Gymnasien und das sind schon zu wenige. Das heißt, dass nicht jeder, der einen Parkplatz mietet, das kostet Geld, hat auch ein Anrecht auf einen Parkplatz. Wenn wir jetzt nochmal 20 Parkplätze wegstreichen, das wäre für mich keine gute Lösung. Vielleicht gibt es da noch eine bessere. Aber wie gesagt: Das ist eine Aufgabe der Stadt uns einen Vorschlag zu unterbreiten.

Anmerkung d. Redaktion: Es gibt mittlerweile die Vereinbarung zwischen SMV und Stadt, das in den Sommerferien ca. 100 neue Fahrradständer am Welfen und gegenüber der Mensa an der Hauswand des Ostflügels gebaut werden sollen. Weitere 100 sind für nächsten Jahr geplant, das ist aber noch unverbindlich und hängt stark von der wirtschaftlichen Entwicklung Ravensburgs ab.

Vielen Dank!

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.