Fridays for Future

Organisation

Greta Thunberg startete 2016 damit, die Schule zu bestreiken, um gegen die Klimapolitik zu demonstrieren. Ihr schlossen sich bald MitschülerInnen an, die Bewegung wuchs. Seit Gretas Auftritt auf der Klimakonferenz in Kattowitz 2018 ist „Fridays for Future“ (kurz: FfF) zur größten Klimaschutzbewegung der Welt angewachsen. Millionen SchülerInnen protestieren freitags für mehr Klimaschutz, eine bessere Umweltpolitik der Regierungen weltweit. 

FfF ist organisiert in Regionalgruppen. So existiert beispielsweise in Ravensburg eine Gruppe, in Biberach und am Bodensee. Auf Landesebene gibt es eine Gruppe in Baden-Württemberg, auf Bundesebene „Fridays for Future Deutschland“.

Forderungen

Fridays for Future möchte eine Kehrtwende in der Klimapolitik, fordert also, dass der Staat in punkto Klima mehr an die jungen Menschen und deren Zukunft denkt, also an die, die das Versagen der Politik – wie es die Bewegung sieht – „ausbaden“ müssen. Der Kohleausstieg – also das Ende der Stromgewinnung durch die Verbrennung von Kohle in Kohlekraftwerken – soll beispielsweise schon 2030 vollzogen werden. Energie soll zudem bis 2035 nur durch erneuerbare Energiequellen erzeugt werden. Das Pariser Klimaabkommen von 2015, das Deutschland unterzeichnet hat, soll eingehalten werden. Es beschreibt das Ziel der 184 unterzeichnenden Nationen, die Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter auf 1.5 °C zu begrenzen. Das heißt, dass es nur noch um 0,5 °C steigen darf. Der größte Schwachpunkt dieses Abkommens ist aber, dass es keinerlei Sanktionen vorsieht, falls die Nationen keine Maßnahmen ergreifen.

Allgemeine Kritik und Unterstützung

Fridays for Future ist umstritten. Dass die Demonstrationen freitags während der Schulzeit stattfinden, wird hierbei besonders kritisch gesehen. Wenn man sich für Umweltschutz einsetzen will, sollte das auch außerhalb der Schulzeit möglich sein, ist oft zu hören. Deshalb seien die Demos nur ein Vorwand, um Unterricht zu verpassen oder zu schwänzen.
Hiergegen wehren sich die Organisatoren: Die Zeit der sogenannten „Schulstreiks“ sei so gewählt, um mehr Aufmerksamkeit zu erlangen. 
Die Provokation ist also beabsichtigt. 

Auch prominente PolitikerInnen stellten sich auf die Seite der DemonstrantInnen. So schrieb etwa Martin Sonneborn eine Entschuldigung für fehlende SchülerInnen.  Diese Entschuldigung ist ironisch gemeint, wie das meiste, das der Politiker der Satirepartei „Die Partei“ erarbeitet. Bundespräsident Frank-Walther Steinmeier besuchte streikende SchülerInnen.

Allgemein stoßen die Demonstrationen auf ein großes Echo, viele Medien berichteten und berichten über sie. Die Initiatorin Greta Thunberg wurde mit diversen Preisen geehrt. Viele Menschen unterstützen die Demonstrationen.

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